Das Auto der Zukunft

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Goldman Sachs: So sieht das Auto der Zukunft aus. Die Zukunft des Autos hat längst begonnen. Sie findet aber nicht in Zuffenhausen, Wolfsburg oder Rüsselsheim statt, sondern kommt aus dem Silicon Valley. Apple, Google und andere Firmen werden in den kommenden Jahren für einen Boom bei intelligenten Fahrerassistenzsystemen sorgen, davon ist Goldman Sachs überzeugt.


Autofahrer verbringen zwischen 300 und 400 Stunden jährlich in ihrem Auto. Wie sich das Autofahren verändern wird zeigt eine neue Studie von Goldman Sachs.

Alles automatisch und ohne Lenkrad

Das Auto der Zukunft wird automatisch bremsen, Gas geben, es wird darin kein Lenkrad mehr zu finden sein und Radarsysteme überwachen automatisch den umliegenden Verkehr. Das wird in „einem Jahrzehnt Usus“ sein, schreibt Goldman Sachs. Der Boom soll nächstes Jahr beginnen.

Im Zentrum stehen so genannte erweiterte Fahrerassistenzsysteme, kurz ADAS. Der Markt dafür wird von 2 Milliarden USD im Jahr 2013 auf zehn Milliarden USD im Jahr 2020 wachsen. Hier gebe es „rapides“ Wachstum. Am Ende wird ein vollautomatisches Auto stehen, ein Level-4-ADAS-Fahrzeug. Bis dahin gebe es aber noch viele Schwächen der Software zu beheben, vor allem bei der Frage, was passieren wird, wenn die Software abstürzt. Ein ungesteuertes Auto stellt schließlich eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar.

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Sieht so das Auto der Zukunft und das Apple Auto aus? Im Jahr 2020 soll es erscheinen.

Goldman Sachs leitet aus seiner Analyse Aktien-Empfehlungen ab

Aus seiner Zukunftsprognose leitet Goldman Sachs Empfehlungen für Aktien von Firmen ab, die in den Märkten der ADAS tätig sind. Man braucht beispielsweise die richtigen Algorithmen und System-on-Chip-Systeme, wie von der israelischen Firma MOBILEYE angeboten werden.

Gefragt sind auch die Entwicklungsarbeiten der japanischen DENSO Corporation, an der Toyota einen Anteil von 22% hält.

Neben der deutschen CONTINENTAL AG nennt Goldman Sachs auch DELPHI Automotive als mögliches chancenreiches Investment, um von dem Trend hin zur Automatisierung von Automobilen zu profitieren.

Die notwendigen Kameras und Sensorik werden laut Goldman Sachs die japanische HITACHI und TOSHIBA liefern, aber auch PANASONIC und SONY seien im Geschäft. Panasonic zum Beispiel hat schon einen Vertrag mit Tesla, um Batterien für die Strom-Autos der Kalifornier zu bauen.

Google-Aktienchart

Google wird laut Goldman Sachs das erste autonom fahrende Auto im Jahr 2017 an den Markt bringen, derzeit erfasst das die Aktie von Google noch nicht. Was nicht ist, kann ja noch werden. Goldman Sachs sieht für die Google Aktie Kursziele von oberhalb der 900 USD Marke.

Apple Auto im Jahr 2020

Und last but not least steht hier Apple: Laut deren Großaktionär Carl Icahn wird Apple im Jahr 2020 sein erstes autonomes Auto auf den Markt bringen. Die Apple-Aktie sei unter anderem deshalb eigentlich 240 USD wert, und damit mehr als alle 30 DAX-Konzerne in der Summe, meint der Multimilliardär, der 53 Millionen Apple-Aktien hält.

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Goldman Sachs erwartet, dass auch die traditionelle Autoindustrie nachziehen wird, namentlich werden General Motors, Daimler und Nissan sowie Toyota entsprechende vollautomatische Autos an den Markt bringen.

Autos als Verlängerung des Smartphones

Die Technologie wird immer mehr zu einem zentralen Bestandteil des Fahrerlebnisses. Die Autos werden laut Goldman Sachs zu einer Verlängerung der Smartphones und tragbaren Geräte, mit denen wir einfach das Fahrziel eingeben. Die Autos bringen uns dann dorthin. Das wird grundlegende Veränderungen mit sich bringen.


Smartphone und Auto wachsen zum „Smart-Car“ zusammen.

„Die Mehrheit der Autobesitzer weltweit fährt nicht nachts, und selbst unter der Woche fahren die meisten mit dem Auto nur in die Arbeit, lassen es aber sonst die meiste Zeit des Tages auf dem Parkplatz stehen, was Parkkosten und höhere Versicherungskosten erzeugt“, schreibt Goldman Sachs. „Wenn es einfach möglich sein wird, glauben wir, dass eine wachsende Zahl von Fahrern sich Car-Sharing-Diensten anschließen werden, und das dem kostenintensiven Besitz eines eigenen Autos vorziehen werden.“

Goldman lobt Apple und Google. „Beide Unternehmen sind bewaffnet mit immensen technologischen Fähigkeiten und prall gefüllten Kassen, um große Investitionen in neue Plattformen tätigen zu können.“

Aluminium als Werkstoff der Zukunft

Einem Rohstoff räumen die Analysten besonders hohes Potenzial ein: Dem Aluminium. Das Auto der Zukunft soll leichter werden und pro Automobil könnten im Jahr 2025 insgesamt 249 Kilogramm Aluminium verbaut sein, gegenüber 159 Kilogramm heute. Dem Markt würde das sicherlich gut tun.

Zur Original-Analyse von Goldman Sachs auf Godmode Trader >>

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