Das intelligente Zuhause kommt

Energy Smart Home Lab, ins Deutsche übersetzt: Das Schlaue Zuhause Energie Labor. Das am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte Energy Smart Home Lab ist der Prototyp für ein intelligentes und energieeffizientes Fertighaus. Es verbindet die Bereiche Wohnen, Elektromobilität und Energie.

Noch ist das Energy Smart Home Lab in einem einfachen Containerbau auf dem Gelände des KIT in Karlsruhe untergebracht, denn es geht hier nicht um Schönheit, sondern um Forschungsergebnisse.

So sollen die Testbewohner hier Produkte und Abläufe zum energieeffizienten Wohnen erproben und anhand der Nutzungsabläufe Daten für die Forscher liefern. Ziel ist es, den Nutzer in Zukunft aktiv in das energiesparende Wohnen zu integrieren.


Zukunftsvision: Über eine App sollen Stromkonsumenten rund um die Uhr ihre genauen Stromverbrauchsdaten abrufen können. (Quelle: © Andreas Drollinger)

Ein bisschen Technikfreak sollte man allerdings schon sein – denn es gibt etliche Displays zu bedienen und Daten zu überprüfen. Das Smart Home hat eine Fläche von rund 60 Quadratmetern und ist mit modernster Technik ausgestattet: Sämtliche Haushaltsgeräte sind miteinander vernetzt, die Bewohner haben jederzeit Einblick in die aktuellen Energieflüsse sowie den Stromverbrauch. Seinen Strom erzeugt das intelligente Haus über eine Photovoltaikanlage und ein Mikro-Blockheizkraftwerk selbst. Durch Kraft-Wärme-Kopplung wird dabei nicht nur der Strom, sondern auch die produzierte Wärme genutzt.


Noch ist das Smart Home ein relativ unspektakulärer Container auf dem Gelände des KIT (Karlsruher Institut für Technologie).

Das Haus bindet Elektrofahrzeuge als Stromspeicher und Stromverbraucher in das Energiemanagment mit ein. Das System ist so ausgelegt, dass es sich in ein intelligentes Stromnetz einfügt und die Batterie immer dann auflädt, wenn Strom aus regenerativer Produktion, etwa Wind- oder Sonnenenergie, besonders günstig ist. Umgekehrt kann das Auto, wenn es gerade nicht genutzt wird, in Hochlastzeiten Strom ins Netz zurückspeisen. So lassen sich Lastspitzen ausgleichen und regenerative Energien aus schwankenden Quellen in das Energiesystem integrieren.

Auch interessant zu diesem Thema, unser Artikel „IPad – Wächter des Hauses“ >>

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Comments

  1. Vielversprechendes Konzept das sicherlich Zukunft hat. Fraglich ist ob die Gesellschaft schnell genug mitzieht oder ob es ein weiteres Pionier-Projekt ist das sich letztendlich nicht durchsetzen kann. Top Idee, vielleicht aber schwer umzusetzen.

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