Die Stadt der Zukunft lenkt den Verkehr

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Smart City everywhere. Wie die intelligente Stadt der Zukunft den Verkehr lenkt. Audi und Airbus wollen gemeinsam die Mobilität der Zukunft erfinden.

In London oder Shanghai bewegen sich Autofahrer mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 16 Kilometer pro Stunde durch das Gewühl. In Berlin oder Hamburg sind die Zahlen nicht dramatisch anders. Jeden Morgen stehen zum Beispiel alle Pendler aus dem Süden Berlins in Kreuzberg im Stau. Immer an der selben Stelle. Muss das so sein?


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Die Stadt der Zukunft wird deutlich intelligenter und smarter als heute sein müssen. Staus, Abgase, Schmutz und Lärm sind keine gottgegebenen Naturgewalten, sondern menschengemacht.

Höchstgeschwindigkeit von 16 Km/h

Während Sebastin Vettel mit rund 300 Sachen um die Rennstrecken rast begnügt sich der moderne Mensch in Ballungsraumen teilweise mit 16 Km pro Stunde. Und er akzeptiert es, als sei es eine höhere Naturgewalt. Ist das intelligente Mobilität hat sich Audi gemeinsam mit Airbus gefragt.

Das Internet der Dinge wird die Revolution sein

Staus in einer Großstadt sind Naturgegeben. Es fahren einfach zu viele Autos, auf zu wenig Raum. Ende der Durchsage? Kommunikationschefin Jutta Carina Frisch, die sich bei Audi mit den Themen Kultur und Trends beschäftigt, sieht das anders. Das Internet der Dinge wird unser Leben und die Art, wie wir uns durch die Städte bewegen, revolutionieren und verbessern, sagt sie.

Sensoren sollen in Zukunft Verkehrsströme und autonome Autos intelligent lenken, Abgas, Schmutz und Lärm werden drastisch reduziert.

Das Internet der Dinge bedeutet: Jedes Ding soll ein Interface und eine IP-Adresse bekommen. Ob Auto, Kaffeemaschine, Zahnbürste oder Strassenlaterne, alle sollen miteinander vernetzt und übers Internet voneinander wissen und miteinander kommunizieren.

85 Prozent der Menschen unter 35 Jahren wollen in Zukunft ein eigenes Auto fahren. Um das zu ermöglichen, müssen Städte intelligent und smart werden, sagt Frisch. Bis 2050 wird die Infrastruktur der großen Städte komplett neu ausgebaut sein. Straßenbeleuchtung wird intelligent und mit Sensoren und Aufladestationen ausgestattet sein. Mit diesen Daten wird es möglich sein den Verkehr intelligent zu steuern und im Griff zu behalten.

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Das Internet der Dinge wird die City zur Smart City machen. Im „Internet der Dinge“ kommuniziert alles mit allem. Bloß ohne Menschen. Autos werden wissen, wann die Ampel wo grün wird.

Das Auto sucht den Parkplatz

Einige technische Lösungen werden bereits jetzt in Audis getestet. Zum Beispiel der Trafficlight Assistent. Er zeigt dem Fahrer die optimale Geschwindigkeit an, um rote Ampeln zu vermeiden. Das spart Kraftstoff und schont Nerven. In der Testphase sei auch der sogenannte Parkpilot. Der Fahrer steigt einfach aus seinem Auto direkt vor dem Büroeingang aus, das Autos sucht sich anschließend selbstständig einen Parkplatz. Außerhalb der City.

So sollen die Innenstädte von den Blechlawinen verschont bleiben, die stundenlang nach einem Parkplatz suchen. Gegen Feierabend bestellen wir uns per Smartphone unser Auto und steigen direkt vor unserer Bürotür wieder ein. Smart.

Auch das Thema autonomes Fahren will man bei Audi nicht den US-Konkurrenten überlassen. Ein eigenes, selbstständig fahrendes Auto sei bereits auf der Strecke vom Silicon Valley nach Las Vegas erfolgreich getestet worden, so die Sprecherin. Ein Ride-Sharing-System läuft als Test in Mexico City und in der Bostoner Vorstadt Summerville.

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Mit dem Personal-Airplane in die Stadt

Bei Flugzeugbauer Airbus will man in Zukunft die Kundschaft mit leichten Flugzeugen in die Zentren der Städte fliegen. Gerade das Silicon Valley sei perfekt für einen Test, sagt Johannes Stuhlberger, Chef des Airbus-Innovationsnetzwerkes. In der Region südlich von San Francisco seien die Menschen bereit für neue Technik und hätten es satt jeden Tag ihre Zeit im Stau zu verschleudern. Noch seien die Kosten für „Personal Airvehicles“ pro Person zu hoch. Aber in Zukunft soll sich das ändern.

Auch Airbus arbeitet an Elektromobilität. Erste Hybrid-Flugzeuge oder -Hubschrauber sind bereits im Einsatz. Auch an größeren Verkehrsflugzeugen, die mit Elektroantrieb fliegen, wird geforscht. Die Paketzustellung könne mit E-Fliegern ebenfalls revolutioniert werden, so Stuhlberger. Es gäbe erste Studien, die zeigten, wie so ein Postbote der Lüfte aussehen könnte.

Die kleinen, persönlichen Flugzeuge sollen natürlich ohne Piloten auskommen. Das sei viel sicherer, erklärt Stuhlberger. Abflugstationen könnten zum Beispiel die Autobahnkreuze vor den Toren der Stadt oder Region sein.

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Für erfolgreiche Navigation und Sicherheit braucht es natürlich auch genaue Daten und Karten. Dafür will das Startup Terraloupe aus München sorgen. Es erstellt zentimetergenaue 3D-Karten aus der Luft, die nötig sind, wenn man autonome Fahrzeuge sicher durch die Straßen fahren lassen will.

„Wir sehen nicht nur die Straße, wie bei Google, sondern auch alles drumherum“, sagt Mitgründerin Manuela Rasthofer. Auch sie sieht sich im Wettbewerb mit den USA keineswegs abgeschlagen: „Ja, Google ist voraus. Aber wir sind auf der Spur.“

Für die Gründerin von Terraloupe ist die Zusammenarbeit von großen Firmen mit Startups essentiell, um den technologischen Rückstand gegenüber den USA aufzuholen: „Startups sind sehr wichtig für neue Mobilität. Wenn Startups mit großen Firmen kombiniert werden, geht alles schneller voran. Erste Schritte in die Startupszene sind wichtig für die großen Konzerne. Innovationslabore sind ein guter Schritt.“

Mit knallgrünen Elektrorollern, die man sich wie bei Car-Sharing-Diensten ausleihen kann, soll das Parkplatzproblem in den Städten bereits jetzt gelöst werden. Ein Parkplatz für die Vespa finde sich immer, so die Gründer des Scooter-Sharing-Startups Movoo aus Berlin. Movoo will in allen deutschen Großstädten ein solches Miet-Scooter Netzwerk aufbauen und damit einen Teil der Stau und Parkplatzprobleme der Städte lösen.

Big Data everywhere

Man sieht: die Stadt der Zukunft wird smart sein und damit vernetzt, viele Daten werden zu einem großen Ganzen zusammenfließen und uns helfen die Problem der Ballungsräume in den Griff zu bekommen.

Das Internet der Dinge wird der Treibstoff für diese Entwicklung sein. Das Auto wird wissen, wann die Ampel grün wird oder wo es einen freien Parkplatz gibt. Zumindest in diesem Falle wird Big Data zum Wohle der Menschen sein, denn nichts ist ineffizienter als 2 Stunden im Stau zu stehen.

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