Energie wenden – Geld sparen

Oskar_web-Gas-Brennwert

Die große Mehrheit der Bevölkerung steht der Energiewende sehr positiv gegenüber, interessiert sich auch für Trends und Erfindungen rund um das Thema Erneuerbare Energien. Sehr schnell allerdings kommt doch in jedem Gespräch über die Energiewende das Thema Geld auf den Tisch: „Was kostet’s und was bringt es?“ ist dann die Frage. Irgendwie menschlich. Deshalb haben wir uns in diesem Artikel einmal ganz konkret mit der Frage der Kosten und Nutzen der Energiewende beschäftigt. Anhand von 4 konkreten Beispielen.


Energiewende konkret

Energie-Ersparnis ist von Fall zu Fall höchst unterschiedlich, denn zu unterschiedlich sind die individuellen Gegebenheiten wie Hausgröße, Alter des Hauses, derzeitige Dämmung, Anzahl der Hausbewohner etc. etc. etc. Wir gehen deshalb von einer in Deutschland weit verbreiteten und durchschnittlichen Hausgröße aus.

Einfamilienhaus
Ein durchschnittliches deutsches Einfamilienhaus mit 180 qm Wohnfläche aus dem Jahr 1985 dient als Grundlage unserer Berechnungen.

Wir stellen uns also vor, wir lebten in einem Einfamilienhaus mit 2 Stöcken und 180 qm Wohnfläche. Es wurde 1985 gebaut und besitzt eine Niedertemperatur Öl- oder Gas-Zentralheizung mit Radiatoren.

Das Haus wird von 3-4 Personen bewohnt und der Energieverbrauch beträgt derzeit 4.000 l Öl oder 4.000 qm Erdgas.

Die Heizungsrohre im Keller sind isoliert und der hydraulische Abgleich >> wurde bereits durchgeführt.

Oskar_web-Gas-Oel© Ratiotherm

Energie sparen Beispiel 1: Im ersten Beispiel wird der bestehende Gas/Ölkessel mit 30 kW beibehalten und lediglich ein 750 oder 1000 Liter Schichtspeicher* installiert. Der bestehende Boiler wird stillgelegt.

Inkl. Montage und Regelsystemen ein Investition von ca. 10.000 EUR – die allerdings zu einer Ersparnis von 20-30 % Heizenergie führt. Bei derzeitigen kW/h Kosten eine Geld-Ersparniss von 800 – 1.200 EUR/Jahr.

Fakten: ca. 800 – 1.200 EUR pro Jahr gespart / 10.000 EUR investiert.

 

Oskar_web-Gas-Brennwert© Ratiotherm

Energie sparen Beispiel 2: Im zweiten Beispiel wird zusätzlich in einen neuen Öl- oder Gas-Brennwertkessel investiert und in Solarthermie- Module auf dem Dach (im ersten Beispiel nur optional). Die Solarthermie-Module haben eine Größe von 7,5-20 qm und es wird ein größerer Schichtspeicher* von 1.300 oder 2.000 Liter verbaut. Dies steigert deutlich die Effizienz des Systems, aber natürlich auch die Kosten.

Einer Investition von ca. 25.000 – 30.000 EUR steht eine Energie Ersparnis von 40 bis 50% gegenüber. Ein sehr ordentlicher Wert, in Geld wären das: ca. 1.500 – 2.000 EUR pro Jahr.

Fakten: ca. 1.500 – 2.000 EUR pro Jahr gespart / 25.000 – 30.000 EUR investiert.

 

Oskar_web-holz-pellet© Ratiotherm

Energie sparen Beispiel 3: Bei unserem dritten Beispiel wird statt eines Gas- oder Öl- Brennwertkessels ein neuer Holz-Pelletkessel mit 20 kW installiert. In Kombination mit einem Schichtspeicher* mit 750 oder 1000 Liter Inhalt ergibt sich eine Energie-Einsparung von 20-30%.

Bei einer Investionssumme summa sumarum von 25.000-30.000 EUR kann man so 2.000 bis 3.000 EUR pro Jahr sparen, denn eine Holz-Pellet Heizung ist bei Verwendung günstiger Pellets wesentlich günstiger als fossile Brennstoffe wie Gas oder Öl.

Fakten: ca. 2.000 – 3.000 EUR pro Jahr gespart / 25.000-30.000 EUR investiert.

 

Oskar_web-LWP© Ratiotherm

Energie sparen Beispiel 4: Im letzten Beispiel wird eine sogenannte Solar-Hybrid-Anlage installiert. Hier wird eine Solarthermie-Anlage mit einer Luft-Wärmepumpe kombiniert (siehe: Die Zukunft ist Hybrid >>). Unter Heizungsfachleuten gilt diese Kombination als die Zukunft der Wärmeversorgung schlechthin.

Eine Luftwärmepumpe in Kombination mit einem Schichtspeicher* und Solarthermie-Modulen von 7,5 – 12,5 qm auf dem Dach ergeben eine Energie-Einsparung von 20-30%. Investieren muss man für eine solche Anlage ca. 25.000-30.000 EUR und man kann damit 1.000-1.800 EUR einsparen.

Entscheidender Vorteil: Man ist mit diesem System völlig unabhängig vom „Zukauf“ weiterer Brennstoff wie Holz, Gas oder Öl, lediglich der Strom für die Wärmepumpe muss bedacht werden.

Fakten: ca. 1.000 – 1.800 EUR pro Jahr gespart / 25.000 – 30.000 EUR investiert.

 

Fazit: Eine Modernisierung der Heizungsanlage mit erneuerbarer Technologie amortisiert sich derzeit in der Regel nach ca. 10 Jahren. Das erscheint zunächst lang, liegt aber an den noch zu günstigen Preisen für fossile Brennstoffe. Steigt der Preis für Öl und Gas (und das wird er) werden erneuerbare Modernisierungsmaßnahmen unweigerlich attraktiver.

Aber: Berücksichtigt man die hervorragende Förderung durch die bundeseigene Kreditanstalt KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) müssen alle Hausbesitzer auch jetzt schon zuschlagen. Bei Krediten unterhalb der Verbraucherpreis-Inflation von 1% effektivem Jahreszins „verdient“ man faktisch Geld und wird mit einem toll sanierten, wertvollerem Haus mit erneuerbarer Heizungstechnik und einem ungemeinen Zuwachs an Wohnkomfort belohnt.

Zudem kann Modernisierung auch „Schritt für Schritt“ von statten gehen, muss also keineswegs auf einmal gemacht werden und schont so die Haushaltskasse. Das nachhaltige Konzept eines Fachmanns ist hier das entscheidende. Eine alte Öl- oder Gasheizung aus dem Jahr 1985 muss ohnehin irgendwann einmal erneuert werden. Warum nicht jetzt mit den zinsgünstigen Krediten der KfW? Solange es die noch gibt!

Sich bei der KfW zu informieren lohnt sich also. Auch ein kompetenter Heizungsbauer kann Sie zu diesem Thema sehr gut beraten. Hier die Rahmendaten der KfW-Förderung:

Energieeffizient sanieren mit KfW Krediten

– 1,00 % effektiver Jahreszins
– für alle, die Wohnraum energetisch sanieren oder sanierten Wohnraum kaufen
– pro Wohneinheit bis 75.000 Euro beim KfW-Effizienzhaus oder 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen
– Geld sparen – weniger zurückzahlen: bis 13.125 Euro Tilgungszuschuss

Zum KfW Modernisierungs-Kredit >>

Wenn Sie eine individuelle Berechnung des Einspar-Potenzial Ihres Hauses wünschen, schreiben Sie uns über die Kommentar-Funktion. Wir leiten Ihre Anfrage an einen Fachmann weiter.

* alle Beispiele berechnet mit dem Schichtspeicher OSKAR° von Ratiotherm. Mit anderen Puffer- oder Schichtspeichern können die Ergebnisse stark variieren.

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Comments

  1. Interessanter Artikel; ich würde gern mehr erfahren über die Fördermöglichkeiten der KfW Bank. 1% Zinsen klingt ja schon mal super – wie kommt man an diese Förderung ran?

  2. Lieber Marc,
    noch etwas Geduld – im nächsten Energy-Mag Ende Juni wird es einen Artikel genau zu diesem Thema geben. Wir zeigen darin auf welche Fördermöglichkeiten es durch die KfW Bank gibt und wie attraktiv es das Modernisieren macht.

    Bis dahin findest du alle wichtigen Infos auf der Seite der KfW: https://www.kfw.de/kfw.de.html

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