Energiepotenzial von Millionen Dächern in Deutschland liegt brach

Die „Woche der Sonne“ informierte bundesweit vom 4. bis zum 13. Mai über Solarenergie. Das schockierende Ergebnis: Noch immer liegt das Energiepotenzial von Millionen Dächern in Deutschland brach: Nur ein Bruchteil der für die Erzeugung von Solarstrom und Solarwärme geeigneten Dachflächen werden tatsächlich genutzt. Kann ihr Dach zum Sonnenkraftwerk werden?

Zwei Millionen Dächer sind nicht genug

Auf rund zwei Millionen Dächern von Wohngebäuden in Deutschland sind Module zur Erzeugung von Solarstrom und/oder Kollektoren für die Solarwärmeproduktion installiert.

Aber: Nach Schätzungen des Bundesverbandes Solarwirtschaft sind mindestens weitere acht Millionen der insgesamt etwa 18 Millionen deutschen Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäuser für die solare Energieerzeugung geeignet. Dies entspricht insgesamt einem Solarpotenzial von etwa 55 Prozent aller Dächer auf deutschen Wohngebäuden. Mehr als drei Viertel der Hausbesitzer mit geeigneten Dachflächen lassen das solare Energiepotenzial ihrer Gebäude brachliegen.

Die „Woche der Sonne“ ist die größte Informationsveranstaltung für Verbraucher in Deutschland mit jährlich mehr als 400.000 Besuchern.

Solaranlagen immer attraktiver

Angesichts der fortschreitenden Kostensenkung wird die Installation von Solaranlagen immer attraktiver. Dächer können weit mehr sein als eine bloße Schutzhülle gegen Kälte, Regen oder Schnee. Wer sein Haus mit Solartechnik ausrüstet, kann umweltfreundlich Strom und Wärme produzieren – und die Investition in Solarstrom oder Solarwärme zahlt sich auch aus: Besitzer von Solarstromanlagen auf dem Hausdach erhalten eine für 20 Jahre garantierte Einspeisevergütung und können den produzierten Strom außerdem im eigenen Haushalt sofort nutzen. Angesichts steigender Heizkosten liefert eine Solarwärmeanlage jährlich wachsende Einsparungen – und das frei von Steuern und Inflation.

Der Fachmann hilft

Mithilfe eines qualifizierten Fachbetriebs oder Energieberaters lässt sich schnell herausfinden, ob das eigene Dach geeignet ist. Überprüft werden sollten dabei unter anderem die Größe der zur Verfügung stehenden Dachfläche, ihr Neigungswinkel, die Ausrichtung (Himmelsrichtung), mögliche Schattenquellen und die durchschnittliche Sonneneinstrahlung in der jeweiligen Region. Die Kosten für einen Vor-Ort-Termin mit einem unabhängigen Energieberater liegen je nach Anbieter zwischen 50 und 100 Euro.

Viele Städte und Gemeinden stellen außerdem sogenannte Solarkataster im Internet zur Verfügung, die eine erste Orientierung bieten können. Auf einer Karte sind dort die geeigneten Dachflächen im jeweiligen Ort markiert.

Oder auch: Auf der Internetpräsenz der „Woche der Sonne“ kann man unter der Funktion „Fachbetrieb finden“ eine spezialisierte Firma in der Umgebung finden. Zur Website >>

7000 Liter liegen auf ihrem Dach

7000 Liter Heizöl liegen auf dem Dach ihres Hauses ungenutzt herum, wenn Sie noch keine Solarenergie-Anlage installiert haben. Wie bei 6 Millionen anderer Dächer auch. Sehen Sie unser Video „Die Wärme vom Dach intelligent im Haus verteilt“:


Quelle: Messelive.tv

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