Energiewende absurd – Stromsparen absurd

Klimagesetz belohnt Stromverschwendung. Wir haben uns schon oft gewünscht, die Politiker würden sich bei der Energiewende in Deutschland ganz heraus halten. Dann würde es ganz bestimmt viel besser und schneller funktionieren. Auch dieser Artikel wird einmal mehr zeigen, welch‘ schildbürgereske Auswirkungen Subventionen und absurde Gesetze haben können.

Vom Zwang Strom zu verschwenden

„Das Erneuerbare-Energien-Gesetz zwingt uns zu unsinnigem Verhalten“, sagt Frank Springorum, Geschäftsführer der Hammerwerke Friedingen auf der Schwäbischen Alb. Beim Hammerwerk geben sie offen zu, dass sie sich anstrengen, möglichst viel Strom zu verbrauchen. Schuld daran ist ausgerechnet das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Ein Gesetz, was eigentlich den Klimawandel verhindern soll.

Aber: „Wir haben keinen Anreiz, Strom zu sparen“, so Springorum. Er sieht sein Handeln als Notwehr gegen ein absurdes Gesetz.

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Ein Unternehmen das mehr oder gleich 14% seines Umsatzes für Energie aufwendet wird von der EEG Umlage befreit. Das ist der Fehler im System.

Klimagesetz belohnt Stromverschwendung

Um keine Extragebühren bezahlen zu müssen, verschwenden manche Unternehmen absichtlich Strom. Denn besonders energieintensive Konzerne sind von der Ökostromumlage befreit.

Befreiung von der EEG Umlage ist das Ziel

Grund dafür ist ein besonderer Mechanismus im EEG: Das EEG regelt, dass Bürger und Konzerne den Ausbau der erneuerbaren Energien – etwa Wind- und Solarstrom – über eine Extragebühr auf ihrer Stromrechnung bezahlen, der EEG-Umlage. Um aber exportorientierte Unternehmen, die besonders energieintensiv produzieren, nicht extra zu belasten, sind sie von der EEG-Umlage befreit. Sie müssen keine Extragebühr bezahlen. Dazu gehören etwa Stahlwerke oder Aluminiumhütten, die sonst ins Ausland abwandern würden.

„Das EEG zwingt uns zu unsinnigem Verhalten“, sagt Frank Springorum, Geschäftsführer der Hammerwerke Friedingen auf der Schwäbischen Alb.

Als stromintensiv gilt, wer mindestens einen Stromkostenanteil von 14 Prozent der Bruttowertschöpfung hat – eine harte Grenze mit unangenehmen Nebeneffekten. Denn wer knapp über der Grenze liegt, verschwendet lieber Strom, um weiter von der EEG-Umlage befreit zu bleiben. „Die harten Grenzen führen dazu: entweder wir kriegen die 14 Prozent hin, dann sparen wir rund 2 Millionen EEG-Umlage. Oder wir kriegen sie nicht hin und dann zahlen wir 2 Millionen EEG-Umlage mehr“, erklärt Springorum. Energiepolitisch sei das zwar Wahnsinn, aber die Regelung im Gesetz zwinge ihn zu so einem Verhalten.

Video. Klimagesetz belohnt Stromverschwendung Das Erste – Panorama:

2 Millionen zahlen oder 2 Millionen sparen

Die Panaorama Reportage zeigt deutlich auf, steht ein Unternehmen vor der Frage zwei Millionen Euro EEG Umlage zu zahlen, oder sie nicht zu bezahlen indem mehr Strom verbraucht wird, entscheidet sich das Unternehmen für Version B. Wer will es dem Geschaäftsfüher verdenken?

Christoph Zschocke von Ökotech Berlin leitet eine große Beratungs-Firma. Seine Energieberater bemerken, dass nicht nur die Hammerwerke so handeln: „Bei Unternehmen, die viel Strom verbrauchen, stellen wir fest, dass die Möglichkeiten, dort Strom einzusparen, nicht gewollt sind. Das heißt, die Unternehmen möchten gar nicht Strom einsparen, weil sie nicht die EEG-Umlage bezahlen möchten.“ Fünf Milliarden Euro kosten die Industrierabatte die Stromkunden jährlich. So wird durch ein Gesetz der Bundesregierung Jahr für Jahr massenhaft Strom verschwendet.

EEG: Basteln an einer Notlösung

Dem zuständigen Bundeswirtschaftsministerium ist das alles bekannt. Bemerkenswert aber: In einem ersten neuen Gesetzesentwurf hat Sigmar Gabriels Ministerium das Problem offenbar verdrängt. Denn einen Lösungsvorschlag findet man in dem 250 Seiten dicken Entwurf nicht. Auf Druck der CDU/CSU tüfteln die Beamten im Ministerium jetzt aber doch noch auf den letzten Drücker an einer Notlösung. Wir sind gespannt.

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