Greenpeace räumt auf

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Greenpeace und Erneuerbare Energien. Viel Unfug wird geschrieben über die Energiewende und die Erneuerbaren Energien. Teilweise so viel. dass man gar nicht weiß wo anfangen, wo zuerst aufklären. Dahinter stehen knallharte wirtschaftliche Interessen, von Konzernen, die die Energiewende nicht wollen. Schön wenn ein so potenter Mitstreiter wie die Umweltaktivisten von Greenpeace Austria ebenfalls der Wahrheit die Ehre geben möchten. 6 Mythen über Erneuerbare Energie.


Noch schöner: Greenpeace tut das nicht geschmäcklerisch, sondern mit harten Fakten und Zahlen von renommierten Banken und Research-Instituten.

MYTHOS 1: Erneuerbare Energie ist viel zu teuer

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In den letzten Jahren sind die Kosten von Wind- und Solarenergie stark zurückgegangen. Heute sind erneuerbare Technologien, für eine immer größer werdende Gruppe von Staaten, die ökonomischste Lösung für neue Kapazitäten.

• Citigroup: Das Zeitalter der Erneuerbaren Energie beginnt. Sie werden in den USA immer wettbewerbsfähiger gegenüber Kohle, Gas und Atomenergie. PDF >>

• HSBC: In Indien ist Windenergie schon jetzt konkurrenzfähig mit neu gebauten Kohle-Kapazitäten. Solarenergie erreichte dies 2016-2018. PDF >>

• Deutsche Bank: Solarenergie ist bereits ohne Subventionen konkurrenzfähig. In 2014 werden die Kosten weiter sinken. Quelle >>

• In Australien ist Erneuerbare Energie auch ohne Förderungen preiswerter als Strom aus neuen Kohle- oder Gaskraftwerken. Quelle >>

MYTHOS 2: Wir haben nicht genug Erneuerbare Energie

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Es ist gut Erneuerbare Energie zu haben, aber es gibt nicht genug davon

Technologien für erneuerbare Energiequellen sind verfügbar und funktionieren verlässlich in vielen Ländern auf der ganzen Welt:

1. Internationale Energieagentur: Jedes Land ist in der Lage, einen hohen Anteil an Wind und Solarenergie kostengünstig zu erreichen.

2. Bis 2050 kann der gesamte globale Energiebedarf mit Erneuerbaren abgedeckt werden.

3. Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, bezieht bereits 25% seines Stroms aus Erneuerbaren Energiequellen, und strebt bis 2050 80% an.

4. 2012 nahm Chinas Energiegewinnung durch Windkraft stärker zu, als der Energiegewinn aus Kohle.

5. 2013 war Windkraft Spaniens Hauptstromquelle, noch vor Atomkraft, Kohle und Gas.

6. 2035 wird Dänemark 100% der Wärme und Elektrizität aus Erneuerbarer Energie produzieren, bis 2050 die gesamte Energie.

MYTHOS 3: Erneuerbare Energie liefert nicht rund um die Uhr Strom

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Erneuerbare Energie kann unseren gesamten Energiebedarf sicher und verlässlich abdecken. Solange die eingespeisten Anteile klein sind, werden Versorgung und Bedarf durch das allgemeine Netzmanagement ausbalanciert. Sobald sich der Anteil an Wind- und Solarenergie an die 30% und mehr annähert, wird eine intelligente Integration wichtig.

Die Lösung ist, einen Mix aus verschiedenen Energiequellen auf einem großen Gebiet zu verteilen: Solar- und Windenergie, Biogas, Biomasse und Erdwärmequellen. In Zukunft kann auch Meeresenergie einen Beitrag leisten.

Intelligente Technologien können Muster des Energieverbrauchs ausfindig machen, auf sie reagieren und je nach Bedarf, über den Tag verteilt, flexibel Energie liefern.

MYTHOS 4: Das Stromnetz kann Erneuerbare Energie nicht bewältigen

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Ein Stromnetz kann, wenn es darauf ausgelegt ist, einen großen Anteil unterschiedlichster Formen Erneuerbarer Energie bewältigen. Nur so weiter zu machen wie bisher, und Wind- und Solarenergie einfach zusätzlich ins Netz einzuspeisen, funktioniert nicht. Notwendig ist eine schrittweise Transformation des gesamten Energiesystems, um es an die modernen Gegebenheiten von Energieproduktion und –verbrauch anzupassen.

Das intelligente Netz ist ein System, das eine Vielzahl von Energiequellen (Solar, Wind, etc.) vielen verschiedenen Standorten miteinander verbinden (und zwischen ihnen wechseln) kann, um so einen konstanten Stromfluss sicher zu stellen. Zum Beispiel wäre es dadurch möglich, dass auf Ihrem Hausdach Solarenergie erzeugt wird und die überschüssige Energie ins Netz eingespeist wird. Komponenten können miteinander kommunizieren, was die Stromversorgung sehr viel flexibler, verlässlicher und effizienter macht.

MYTHOS 5: Erneuerbare Energie ist schlecht für die Umwelt

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Vögel und Fledermäuse: Ein häufiges Argument gegen Windparks ist, dass diese Vögel und Fledermäuse gefährden. Wenn jedoch Umweltverträglichkeitsprüfungen durchgeführt und die lokalen und Zugvogelpopulationen vor Baubeginn erfasst werden, kann dies komplett ausgeschlossen werden.

Lärm: Studien haben gezeigt, dass Lärmbeschwerden, besonders in Bezug auf Windparks, oft nichts mit tatsächlichem Lärm zu tun haben. Meist wurden die Windparks aus ästhetischen Gründen abgelehnt. Die „Lärmbeschwerden“ gingen rasch zurück, sobald die lokalen Gemeinschaften Einkünfte durch die jeweiligen Projekte generierten.

Landnutzung: Die für Erneuerbare Energie-Projekte, wie Windparks, genutzten Flächen können weiterhin für landwirtschaftliche Zwecke und als Weideland genutzt werden.

Fußabdruck von Erneuerbaren: Im Gegensatz zu Kohle oder Atom zahlt Erneuerbare Energie ihren CO2-Fußabdruck ab und zwar relativ schnell. Abhängig davon wo Solarzellen hergestellt werden, wiegen sie ihren CO2-Fußabdruck in rund 4 Jahren auf.

MYTHOS 6: Greenpeace will sofort alle Kohle- und Atomkraftwerke abschalten

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Das Energie [R]evolution-Szenario von Greenpeace beschreibt einen schrittweisen Umstieg auf Erneuerbare Energie:

1. Unsere Energieeffizienz erhöhen: Es geht darum, unsere Energie sinnvoller zu nutzen, sodass wir immer mehr erreichen können, während wir immer weniger Energie verbrauchen.
2. Investitionen in Projekte zu Erneuerbaren Energien umzulagern und die Investitionen stetig zu erhöhen.
3. Investitionen in neue fossile Brennstoffe und Atomkraftwerke zu stoppen und alte Kraftwerke abzuschalten, wenn sie das Ende ihrer Lebenszeit erreicht haben.

WIE GEHT ES WEITER? Die gute Nachricht: Die Revolution für saubere Energie hat bereits begonnen. Aber wir müssen sie beschleunigen! Millionen von Arbeitsplätzen könnten geschaffen und Millionen Leben, vor Luftverschmutzung und den Gefahren des derzeitigen Energiesystems, geschützt werden. Werden Sie Teil des Richtungswechsels: Stimmen Sie jetzt über Europas Energie-Zukunft auf greenpeace.at ab >>

Quelle: Greenpeace Austria >>

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