Keine Wärmewende

Die größten Hemmnisse für die Wärmewende. Solange mein altes Auto noch läuft werde ich mir kein neues kaufen. So, oder so ähnlich beurteilen Verbraucher ihre Heizanlagen. Es wird nicht investiert, weil das alte noch funktioniert, auch wenn es meist 30 Jahre alt ist und nach heutigen Stand der Technik komplett ineffizient. Eines der Haupthemmnisse bei der Wärmewende kommt bei dieser Umfrage von Kantar Emnid unter Hauseigentümern zum Vorschein: mangelnde Investtionsbereitschaft.


Obwohl die Mehrheit der Deutschen den Ausbau erneuerbarer Energien grundsätzlich befürwortet, ist deren Anteil bei der Wärmeversorgung gering. Eine aktuelle Umfrage von Kantar Emnid unter Hauseigentümern, die noch nicht mit regenerativer Energie heizen, zeigt: Für mehr als jeden Zweiten kommt eine Umstellung auf einen erneuerbaren Brennstoff nicht infrage, solange das bestehende Heizsystem noch intakt ist. Die Angst vor Problemen bei der Umstellung ist kaum ausschlaggebend, so das Ergebnis der vom Flüssiggasversorger Primagas beauftragten Umfrage.


Mehr als 70% unserer Heizungen sehen, im übertragenen Sinne, so aus: sie sind nämlich mehr als 30 Jahre alt. Oldtimer nennt man das im Automobil Sektor.

Die deutsche Wärmewende braucht neue Impulse. Aktuell sind 71 Prozent der Heizungen hierzulande veraltet und damit ineffizient. Zudem wird grüne Wärme, insbesondere in Form von gasförmigen biogenen Energieträgern, noch immer schwach nachgefragt. Der Anteil effizienter Anlagen, die erneuerbare Energien nutzen, liegt in Deutschland nur bei 17 Prozent. Was aus Verbrauchersicht gegen Biogas oder Holzpellets spricht, hat Kantar Emnid im Auftrag von Primagas in einer Umfrage ermittelt. Das Ergebnis: Die Mehrheit der deutschen Hauseigentümer möchte in puncto Wärmeversorgung nichts verändern. Trotz der positiven Umwelteigenschaften erneuerbarer Energien gaben 54 Prozent an, dass sie nicht umstellen wollen, solange ihr Heizsystem gut funktioniert. Befragt wurden 424 Hausbesitzer, die noch nicht mit erneuerbarer Energie heizen. Für 21 Prozent sind hohe Investitionskosten der wichtigste Hinderungsgrund. Weitere zehn Prozent der Befragten geben als größtes Hemmnis an, sich nicht ausreichend über die Einsatzmöglichkeiten von regenerativen Quellen im Bereich Wärme informiert zu fühlen. Probleme bei der Umstellung fürchten nur vier Prozent der befragten Hauseigentümer.


Das Haupthemmnis in Erneuerbare Energien zu investieren ist, dass die alte Heizungsanlage noch funktioniert. *) Kantar Emnid, 424 Befragte, 05.07.-07.07.2017 BIld: PRIMAGAS Energie

„Verbraucher können die Energiewende aktiv mitgestalten“, sagt Thomas Landmann, Verkaufsdirektor bei Primagas. „Wer sich für effiziente Anlagentechnik in Kombination mit einem regenerativen Energieträger wie biogenem Flüssiggas entscheidet, schont die Umwelt und den Geldbeutel.“

Der Krefelder Flüssiggasversorger Primagas wird erneuerbares Flüssiggas, kurz BioLPG, als erster deutscher Energieversorger anbieten. Der neue Brennstoff ist besonders emissionsarm: Mit BioLPG auf Basis von organischen Rest- und Abfallstoffen, ist eine CO2-Ersparnis von bis zu 90 Prozent gegenüber konventionellem Flüssiggas möglich. Damit ist BioLPG, das genau wie Flüssiggas netzunabhängig vor Ort in Behältern gelagert wird, vor allem für die umweltschonende Wärmeversorgung in ländlichen Regionen ohne Erdgasanschluss attraktiv. Der Vorteil für Verbraucher: Herkömmliches Flüssiggas und BioLPG sind chemisch identisch. Das bedeutet, dass sich der erneuerbare Energieträger in denselben Anlagen nutzen und im selben Behälter lagern lässt. Umrüsten ist nicht erforderlich – und Verbraucher müssen keine hohen Investitionskosten fürchten.

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