München – die Stadt von Morgen

Städte von Morgen: München. Fahrerlose Autos ohne Motorengeräusch, selbst gezogenes Gemüse vom Hochhausdach, klimafreundliche Energie und eine hochleistungsfähige digitale Infrastruktur – so wird die Stadt von morgen aussehen. So soll das München von morgen aussehen.


Wie können aus Städten lebenswertere Orte für alle werden? Das war das Thema des UN-Siedlungsgipfels Habitat III, bei dem sich 180 Länder trafen. Während sich Schwellen- und Entwicklungsländer mit sozialen Problemen wie Verarmung oder fehlendem Zugang zur Wasser- und Stromversorgung beschäftigen müssen, steht Europa vor anderen Herausforderungen. Die Verstädterung ist in Deutschland – wie in anderen europäischen Ländern – beinahe abgeschlossen.

Aktuell leben über 73,8 Prozent der Bevölkerung in Städten und Ballungszentren.

München bildet hier allerdings eine Ausnahme: Ein Rückgang der Verstädterung ist hier noch nicht auszumachen. Im Gegenteil: Die Europäische Metropolregion München ist weiterhin eine der deutschen Wachstumsregionen. Die Einwohnerzahlen für den Großraum München und die Kernstadt werden weiter ansteigen.


München, die Schöne an der Isar, will nicht nur Lebenswert sein, sondern auch bleiben. München macht sich fit für die Stadt der Zukunft.

Stadt der Zukunft: Lebensqualität muss sein

Herausforderung für Deutschland und die anderen europäischen Länder ist es, die Städte lebenswerter zu machen und die Lebensqualität noch besser auszugestalten. Noch gibt es kein Patentrezept für alle Städte. Aber die Städte setzen sich individuelle Ziele:

So will Kopenhagen 30 Prozent mehr Pendler aufs Fahrrad bringen und damit 856 Tonnen CO2 einsparen – mit einem neuen Netz von 28 Schnellradwegen mit hochwertigem Asphalt, sicheren Kreuzungen und guter Beleuchtung.

Eine bislang einzigartige Initiative hat die Stadt Paris in die Wege geleitet. Ein neues Gesetz soll die Bürgerinnen und Bürger ermuntern, Stadtgärten anzulegen. Die rund 100 Hektar Grünflächen, die so bis 2020 entstehen sollen, werden nicht nur die Luftqualität verbessern, sondern auch Essbares produzieren. Ein Drittel davon soll nämlich landwirtschaftlich genutzt werden.

Kernthemen der Stadt der Zukunft

Die Beispiele zeigen: Es geht um Fragen, wie sich in den Städten der Klimawandel begrenzen lässt, wie Mobilität ausgestaltet sein kann und wie es sich auf engem Raum gut zusammenleben lässt. Auch das Thema nachhaltige Energieversorgung steht ganz oben auf der Agenda der Städte. Denn obwohl sie flächenmäßig lediglich zwei Prozent der Erdoberfläche bedecken, verbrauchen sie 75 Prozent der weltweit benötigten Energie.

Was die Städte auch umtreibt: Es gilt, auf das sich ändernde Verhalten der „Städter“ zu reagieren. Teilen, Tauschen und Leihen – dieser Trend wird zunehmen. Car-Sharing-Modelle, städtische Gemeinschaftsgärten und Co-Working-Bereiche, also offene Büros, werden das Stadtleben immer mehr prägen. Zugleich werden die „Städter“ autonomer und wollen ihre Lebenswelt aktiv selbst gestalten. Ihre weiter steigende Vernetzung in der digitalen Welt beeinflusst auch die Entwicklung der Städte.

München die Morgenstadt

Alles Themen, mit denen sich auch die handelnden Akteure in München beschäftigen. Zum Beispiel Mobilität: Die SWM und ihre Verkehrstochter MVG engagieren sich in mehreren Forschungs- und Innovationsprojekten für nachhaltige Mobilität. Das Ziel: alltägliche Mobilität ohne eigenes Auto noch bequemer und einfacher zu ermöglichen. Im Projekt „City2Share“ beispielsweise stehen neue Mobilitätskonzepte im Fokus, die mit Partnern entwickelt und erprobt werden. In den kommenden Jahren werden neue Angebote im Realbetrieb getestet. Diese werden bestmöglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vernetzt, es entstehen stadtverträgliche Mobilitätslösungen.

Wie die Stadt der Zukunft auch konkret aussehen mag: Für alle Entwicklungen ist eine trag- und leistungsfähige Infrastruktur die notwendige Voraussetzung. So braucht es für die digitalen Innovationen hochleistungsfähige Datenautobahnen. Auch in diesem Bereich sind die SWM aktiv und schon gut aufgestellt: Seit 2007 erschließen sie gemeinsam mit M-net München konsequent mit einem Glasfasernetz – bis 2021 werden 570.000 Haushalte sowie 81.000 Gewerbebetriebe auf Hochgeschwindigkeits-Internet zugreifen können.

Mit der SWM Ausbauoffensive Erneuerbare Energien für Ökostrom und Ökowärme hat die nachhaltige Energieversorgung in der bayerischen Landeshauptstadt längst begonnen.

(2018) Die erste Ausbaustufe der superschnellen Radwege mit 15 Routen in und um Kopenhagen soll bis 2018 fertiggestellt sein.
(2020) Paris hat die Begrünung der Stadt kürzlich im Gesetz verankert. Bis 2020 dürfen Bürgerinnen und Bürger rund 100 Hektar Fläche bepflanzen.
(2020) München: Ziel des Forschungsprojekts „City2Share“ ist hohe Mobilität mit weniger Emissionen, aber dafür mit mehr Lebensqualität. Testgebiete in München sind Isarvorstadt und Sendling.
(2021) „Der BMW VISION NEXT 100 zeigt, wie die ‚Freude am Fahren‘ in Zukunft aussehen könnte.“ (Quelle: BMW Group)

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In der Gegenwart beginnt die Zukunft

Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Mobilität sind die Kernthemen in der Stadt der Zukunft und bringen neue Herausforderungen. Einige Zahlen der Vereinten Nationen machen klar, welche Probleme auf uns zukommen.

– 9,7 Milliarden Menschen werden laut Prognose der Vereinten Nationen im Jahr 2050 auf der Erde leben.*

– 2050 soll die „Vision Zero“ wahr werden: keine Verkehrsunfälle mehr dank selbstfahrender Autos.*

– 75% der Weltbevölkerung werden 2050 in Städten leben.*

– 27% soll 2030 der Anteil der erneuerbaren Energienquellen in der EU betragen.*

* Quelle: Vereinte Nationen

Szenarien für morgen

Vieles ist in München schon auf einem guten Weg. Doch der Blick geht weiter in die Zukunft. Mit dem Forschungsprojekt „Morgenstadt: City Insights“ hat die Fraunhofer-Gesellschaft Partner dazu eingeladen, gemeinsam Innovationen für die Stadt von morgen vorauszudenken, zu entwickeln und umzusetzen. Dabei ist eine ganzheitliche Betrachtung für die Stadt der Zukunft entscheidend. „Es reicht nicht, dass man sich Techniken ausdenkt, die eingeführt werden sollen, sondern es ist sehr wichtig, die Bürger mitzunehmen“, erklärt Prof. Eicke R. Weber, Institutsleiter Fraunhofer ISE.


München soll die erste deutsche Großstadt sein, in der Fernwärme im Jahr 2040 ausschließlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wird.

Bei allem Bemühen, die Stadt „fit für die Zukunft“ zu machen, darf die Region nicht vernachlässigt werden. Stadt und Region verbinden sich immer mehr und es gilt, ein Umfeld zu schaffen, in dem sich alle wohlfühlen und die Lebensqualität stimmt.

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