Richtig heizen mit Holz

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Heizen mit Holz liegt voll im Trend. Heizen mit Holz ist klimaneutral, deutlich billiger als das Heizen mit Öl oder Gas und ausserdem noch verdammt gemütlich. Aber: man muss das Holz richtig verwenden. Das heisst: Heizen mit Holz ist gut, aber richtig heizen mit Holz ist ein muss. Energy-Mag und die Broschüre vom Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt zeigen wie.


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Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen

Der Untertitel der Broschüre des Umweltbundesamtes für Mensch und Umwelt verspricht viel: Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen. Im Intro lesen wir:

Heizen mit Holz und saubere Luft – ein Widerspruch?

Richtig verwendet, ist Holz ein umweltgerechter Brennstoff. Mit gut aufbereitetem Holz aus Ihrer Region, einer modernen Feuerstätte und einer sachgerechten Handhabung können Sie dazu beitragen, dass Ihr Holzofen oder Holzkessel für behagliche Wärme sorgt und die Umwelt nicht allzu sehr belastet. Die Umwelt und Ihre Nachbarn werden es Ihnen danken.

Diese Broschüre gibt Ihnen Tipps, wie Sie eine Holzheizung – im Fachausdruck: Kleinfeuerungsanlage – richtig bedienen. Gerade beim Verbrennen minderwertigen Holzes in alten, schlecht gewarteten Öfen und bei ungünstigen Verbrennungsbedingungen entstehen unnötig viele Emissionen: Treibhausgase, die das Klima schädigen und Schadstoffe, die Ihre Gesundheit belasten. Besonders in Ballungsräumen und in Tälern verschlechtern Holzheizungen wegen ihrer niedrigen Schornsteine die Luftqualität. Nachbarn fühlen sich oft belästigt.

Was passiert eigentlich, wenn Holz verbrennt?

Verbrennung ist eine rasche, unter Flammenbildung verlaufende Oxidation von Stoffen. Wenn Holz verbrennt, vereinigt sich Sauerstoff aus der Luft mit Kohlenstoff und Wasserstoff aus dem Holz. Dabei wird Energie als Wärme und Licht abgegeben. Die Produkte einer vollständigen Verbrennung sind im Idealfall nur Kohlendioxid, Asche gebildet überwiegend aus den mineralischen Holzbestandteilen — und Wasser. Der Verbrennungsvorgang lässt sich bei festen Brennstoffen grob in drei Phasen einteilen:

In der ersten Phase, der Erwärmung und Trocknung, verdampfen das im Brennstoff gespeicherte Wasser und sonstige leicht flüchtige Stoffe.

In der zweiten Phase, der Pyrolyse, zersetzt sich der Brennstoff bei Temperaturen ab etwa 150 Grad Celsius ( ̊C). Dabei entsteht ein Gasgemisch, das — neben anderen Verbindungen — auch Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe enthält. Daneben bilden sich Öle und Teere, die sich bei höheren Temperaturen weiter zersetzen. Ab einer Temperatur von etwa 400 bis 500 ̊C vergasen auch die festen organischen Bestandteile und verbinden sich mit Luftsauerstoff überwiegend zu Kohlenmonoxid. Vom ursprünglichen Holz ist in diesem Stadium nur noch Holzkohle übrig.

In der dritten Phase, der eigentlichen Verbrennung, reagieren die in den ersten beiden Phasen gebildeten Gase mit zusätzlichem Luftsauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser. Auch übrig gebliebene Holzkohle verbrennt mit der Zeit im Glutbett vollständig. Als einziger Verbrennungsrückstand bleibt Asche übrig. Die einzelnen Phasen der Verbrennung lassen sich am offenen Feuer sehr gut betrachten.

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Heizen mit Holz, aber richtig. Holz gibt ein warmes und wohliges Gefühl und zudem ein gutes Gewissen, denn Holz ist ein nachwachsender und damit nachhaltiger Brennstoff und somit Klimaneutral. Wichtig in unserer heutigen Zeit.

Ab Seite 3 der Broschüre finden wir dann deutlichere Hinweise zum guten, richtigen Heizen mit Holz:

4 Dinge sind für sauberes Heizen nötig

Es ist recht einfach, Ihre Holzfeuerung so zu betreiben, dass Sie Klima und Gesundheit nicht unnötig belasten. Vier Dinge sind dazu nötig:

– eine emissionsarme und effiziente Feuerstätte,
– ein geeigneter, trockener Brennstoff, der richtig gelagert ist,
– der richtige Umgang mit der Anlage sowie
– die regelmäßige Wartung und Überwachung der Anlage durch Fachleute

Wie bediene ich meine Holzfeuerung richtig?

Fast jeder weiß aus eigener Erfahrung, wie schwierig es sein kann, Feuer zu machen. Auch bei Heizungsanlagen gibt es diese Probleme und beim Anheizen treten höhere Emissionen auf. Den tatsächlichen Schadstoffausstoß Ihrer Holzheizung können Sie selbst stark beeinflussen. Dies gilt besonders für ältere Anlagen. Eine wesentliche Einflussgröße ist die Luftzufuhr. Bei handbeschickten Anlagen sind außerdem der Zeitpunkt und die Menge der Brennstoffzugabe von Bedeutung.

Wie Sie eine Einzelraumfeuerungsanlage richtig anheizen, erläutert der Kasten:

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Merke: Eine gute und saubere Verbrennung hinterlässt fast nur feine, weiße Asche. Sind in der Asche größere Mengen unverbrannten Brennstoffs, Kohle- oder Rußpartikel zu erkennen, deutet dies auf eine unvollständige Verbrennung hin.

Schlecht sind auch dunkler Holzrauch und übermäßig viel Ruß. Der so genannte Glanzruß an den Innenwänden des Ofens oder Kessels sorgt für eine schlechtere Wärmeabgabe vom Ofen in den Raum und kann darüber hinaus zu Schornsteinbränden führen. Beobachten Sie einfach regelmäßig Abbrandverhalten, Feuerraum, Abgasweg und Abgasfahne Ihrer Anlage.

Die Broschüre „Richtig Heizen – Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen“ gibt noch viele weitere Tipps zum richtigen, klimaneutralen Heizen. Sie können Sie kostenlos beim Umweltbundesamt für Mensch und Umwelt bestellen, oder hier im PDF-Format herunterladen.

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Download Broschüre „Heizen mit Holz“ >>

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