Richtig Strom sparen – so geht es

Das sind die größten Stromfresser im Haushalt. Wenn der Stromzähler dreht wird es in Deutschland teuer. Im 2016 lag der durchschnittliche Strompreis pro kWh bei 28,69 Cent. Die Kollegen vom Yello Blog haben einmal zusammen getragen, wo Frau oder Herr Stromkunde noch sparen kann und zwar richtig. Geheime Stromfresser im Haushalt.


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Geheime Stromfresser im Haushalt

Stellen wir uns vor: Nach einem langen, harten Arbeitstag kommen wir abgespannt nach Hause. Als wir das Wohnzimmer betreten, sitzt da ein Fremder auf der Couch und lässt sich gerade unser Abendessen schmecken. Das Erstaunliche: Diesen Fremden gibt es bei fast bei jedem von uns – denn ohne, dass es uns bewusst ist, beherbergen wir geheime Stromfresser im Haushalt. Nur wenn man weiß, welches Gerät wie viel verbraucht, lernt man seine „Untermieter“ kennen und kann auf Dauer seine Stromkosten senken.

Wofür brauchen wir zuhause am meisten Strom?

Was verbraucht Ihre Heizung? Gas? Öl? Pellets? Das mag alles stimmen. Aber nur wenige wissen, dass eine Heizung auch einer der größten Stromfresser im Haushalt ist. Während der Heizperiode müssen Tausende Liter Wasser durch die Rohre gepumpt werden. Alte Pumpen verbrauchen dabei bis zu sechsmal so viel Strom wie neue Hocheffizienz-Pumpen. In einem Einfamilienhaus mit drei Bewohnern beträgt der Verbrauch einer alten Pumpe pro Jahr ca. 400 bis 600 kWh. Neue Pumpen begnügen sich mit 50 bis 100 kWh. Bei einem Strompreis von etwa 28 Cent macht das eine Ersparnis von bis zu 140 Euro.

Der Wäschetrockner: Nicht nur heiße Luft.

Er ist eine furchtbar praktische Erfindung, der Unmengen an Zeit spart: Der Wäschetrockner. Allerdings reiht er sich weit oben auf unserer Stromfresser-Liste im Haushalt ein, nämlich direkt hinter der Heizung auf Platz 2. Vergleicht man ein durchschnittliches Gerät von 2005 mit einem energieeffizienten aus dem Jahr 2015, wird schnell klar: Mit einem neuen Gerät lassen sich pro Jahr 485 kWh, rund 136 Euro einsparen.

Fernsehen – ein stromfressendes Hobby?

Zu unseren liebsten Freizeitbeschäftigungen zählt nach wie vor das Fernsehen. Auch hier macht sich eine Neuanschaffung bezahlt. Denn je nach Baujahr unseres TVs, gehört das Gerät entweder mit zu den größten oder kleinsten Stromfressern im Haushalt. Während ein 10 Jahre altes Gerät etwa 350 kWh im Jahr verbraucht, begnügt sich ein neuer Fernseher mit einem Siebtel, also 50 kWh. Auch hier wird deutlich, wie viel sich allein im letzten Jahrzehnt in Sachen Energieeffizienz getan hat. Wer möchte nicht einfach 84 Euro im Jahr sparen?

Verrückt: Selbst sauberes Geschirr verbraucht Strom.

Na gut, nicht das Geschirr an sich ist ein Stromfresser im Haushalt, sondern die Spülmaschine. Auch hier gilt: Neuere Geräte sparen eine Menge Energie und somit Kosten. Im Jahr ist uns unser sauberes Geschirr gut 81 Euro wert. Das entspricht einem Verbrauch von rund 300 kWh. Auch hier lohnt sich eine Investition in neuere Modelle: Mit einer Spülmaschine der Energieeffizienzklasse A+++ verringern wir nämlich den Verbrauch auf etwa 180 kWh, also knapp die Hälfte.

Stromfresser im Haushalt erst identifizieren, dann handeln.

Wer bei seinen Stromkosten also keine böse Überraschung erleben möchte, sollte die einzelnen Stromfresser im Haushalt kennen. Nur wer weiß, was wie viel Strom verbraucht, kann aktiv werden. Eine Studie hat ergeben, dass viele der getesteten Haushaltsgeräte mehr Energie schlucken, als angegeben ist. Hier gibt’s weitere Informationen zu versteckten Stromfressern.

Schließlich: Drei einfachen Tipps zum Stromsparen

1. Fragen: Brauche ich das Gerät gerade tatsächlich? Insbesondere eingeschaltete Lampen in Räumen, in denen man sich gerade gar nicht aufhält, oder Handyladegeräte, die ganz ohne Handy in der Steckdose stecken, sind unnötige Stromfresser.

2. Wenn ein neues Elektrogerät erforderlich ist, sollte man vorzugsweise Geräte der Energieeffizienzklasse A+++ kaufen. Je besser die Klasse, umso geringer der Verbrauch und die Kosten. Den höheren Anschaffungspreis hat man in der Regel nach nur wenigen Jahren wieder drin und der Umwelt zudem einen Gefallen getan.

3. Egal ob alt oder neu: Wer seine Geräte nicht unnötig im Stand-by-Modus Strom fressen lässt, kann im Jahr über 84 Euro sparen. Deshalb besser ganz ausschalten, den Stecker ziehen oder Steckdosen mit Schaltern verwenden.

Grafik, zum vergrößern anklicken:

Stromverbrauch-der-vergangenen-Jahre_Infografik

Quelle: Statista und Yello Strom Bloghaus

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