Sind Elektroautos schon alltagstauglich?

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Elektromobilität ist in Deutschland auf dem Vormarsch. Doch wie ist der Stand der Entwicklung? Kann das Elektroauto im Alltag bestehen? Wir wagen einen Blick in den täglichen Alltag der Elektroflotte in Deutschland, denn Deutschland hinkt beim Thema E-Cars hinterher.


Einführung von Elektroautos durch elektronische Carsharing-Flotten?

Bisher ist der große Hype um Elektroautos in Deutschland ausgeblieben. Dabei hat die Bundesregierung schon vor einigen Jahren ein „Regierungsprogramm Elektromobilität“ aufgelegt und in dessen Rahmen den E-Pionieren zahlreiche Privilegien eingeräumt. Doch wie sieht der Alltag mit einem Elektroauto tatsächlich aus? Welche Vorbehalte sind berechtigt?

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Akzeptanz von Elektromobilität in Deutschland

Der Nutzen des elektrischen Antriebs ist in Deutschland kaum umstritten. Elektroautos gelten mehrheitlich als zukunftsweisende Innovation. So wird die Markteinführung eines neuen Tesla schon lange nicht mehr nur als Präsentation eines gewagten Sondermodells aufgenommen, sondern gilt in breiten Kreisen etablierter Medienorgane als bedeutender Meilenstein auf dem Weg zur elektromobilen Gesellschaft. Kurz gesagt: Elektromobilität ist in der Medienlandschaft ein etabliertes Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Bundesregierung hat diese Entwicklung unterstützt und bereits im Jahr 2011 ein umfangreiches Förderprogramm aufgelegt. Für den deutschen Bürger wurden darin hauptsächlich Steuerentlastungen und Sonderrechte im Straßenverkehr verankert. Um uns von der Veränderung der gewohnten Mobilität zu überzeugen, koppelt die Politik also Kauf- und Fahranreize. Des Weiteren arbeitet die Industrie auf Hochtouren an der Weiterentwicklung der Fahrzeuge. Allen voran die Autobauer, doch es sind vor allem ihre Zulieferer, welche essentielle Bestandteile wie etwa noch leistungsfähigere Lithium-Ionen-Akkus liefern. Durch diese wurde die serienmäßige Produktion von rein elektrisch angetriebenen Autos überhaupt erst möglich.

Deutschland hinkt beim Thema Elektroauto hinterher

Die emmissionsfreie Zukunft des Landes steht also unter einem guten Stern. Trotzdem scheint Elektromobilität noch nicht in der Mitte der deutschen Gesellschaft angekommen zu sein. Nur rund 21.000 elektrisch betriebener KFZ sind hierzulande registriert. Deutschland bleibt daher hinter der Entwicklung anderer Länder zurück. Norwegen hat den Wandel zur Elektromobilität beispielsweise besser bewerkstelligt. Dort herrscht ein regelrechter Elektroauto-Boom. Die norwegische Regierung weiß offenbar, dass die Wirtschaft zunächst die serienmäßige Fertigung bewerkstelligen muss, doch ohne die Akzeptanz in der Bevölkerung verzögert sich die automobile Energiewende erheblich. Welchen Aspekt hat unsere Bundesregierung auf dem Weg zur Elektromobilität vernachlässigt? Hintergründe zu Elektromobilität und Carsharing von Jetztautoverkaufen.de könnten Aufschluss darüber geben, warum die deutschen Bürger nach wie vor zögern, wenn es um den Kauf eines Elektroautos geht.

Die beliebtesten E-Cars in Deutschland 2014:

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1. Platz: BMW i3. In Deutschland sind 2231 Stück des BMW i3er zugelassen. Er ist ab 34.950 Euro erhältlich. Seine Reichweite beträgt 160 km.

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2. Platz: Smart ForTwo ED. Er kommt bereits auf 1589 Zulassungen. Erhältlich ist er ab 23.680 Euro. Die Reichweite beläuft sich auf 145 km.

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3. Platz: Renault Zoe. 1498 Zoe´s fahren auf deutschen Straßen. Sein Preis liegt bei 21.500 Euro in der Basisversion und ohne Batteriemiete. Rund 240 km können mit ihm zurückgelegt werden.

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4. Platz: VW e-up. Von dem Modell wurden im Jahr 2014 genau 1354 Stück zugelassen. Für 26.900 Euro kann er bestellt werden. 160 km reichen seine Akkus.

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5. Platz: Mitsubishi Outlander PHEV. 1068 Menschen haben sich für ihn entschieden und ihn für rund 39.990 Euro bestellt. Seine rein elektrische Reichweite liegt bei 52 km.

Wie der Wandel begünstigt wird

In der Tat gehören mit dem Kauf eines Elektroautos teure Tankstellenbesuche der Vergangenheit an. Und nicht zuletzt tragen wir mit dem Verzicht auf Diesel und Benzin einen wichtigen Teil zu einer positiven Ökobilanz bei. Aber diese ökonomischen sowie ökologischen Argumente reichen offenbar nicht aus, um die Zahl der Neuzulassungen von Elektroautos bei uns zu steigern. Vor allem weil für Elektroautos immer noch überdurchschnittlich hohe Preise verlangt werden und daran ändern auch keine steuerlichen Vergünstigungen etwas. Der Fokus muss daher auch auf die Fahranreize gelegt werden und dies in Form von infrastrukturellen Investitionen, denn in Deutschland hapert es vor allem an einer bundesweiten Ladesäulen-Infrastruktur. Mit rund 4.500 Ladestationen ist es nämlich nicht getan, wenn man die Angst um die leere Batterie kennt, die das Auto im Verkehr zum Stoppen bringen kann. Angesichts der noch sehr begrenzten Reichweite von Elektroautos eine durchaus berechtigte Sorge der Bürger.

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Carsharing-Unternehmen wie Car2Go oder Drive-Now werden eine entscheidene Rolle bei der Etablierung von E-Autos spielen.

Die Rolle der Carsharing-Unternehmen

Eine entscheidende Rolle bei der Etablierung von Elektroautos spielen zudem Carsharing-Unternehmen. Diese wurden überwiegend von Autobauern gegründet, die dabei auch ein Testfeld für ihre elektronischen Flotten im Sinn hatten. Die Alltagstauglichkeit von Elektroautos haben sie dadurch längst bewiesen. Hauptsächlich in den Großstädten vertreten, nutzen die Kunden der Carsharing-Unternehmen tagtäglich Elektroautos. Behindert werden sie dabei nur vom Verkehrsaufkommen. Und auch die Umstellung auf ein andersartiges Cockpit oder ungewohnte Fahreigenschaften sind offenbar kein Grund, um die elektronischen Flotten zu meiden. Durch eine Subventionierung der Nutzungsgebühren könnten daher viele weitere Bürger überzeugt werden, dauerhaft auf ein Elektroauto umzusteigen, um so den deutschlandweiten Wandel hin zur Elektromobilität schneller zu verwirklichen.

Was Sie vor dem Kauf eines Elektroautos abwägen sollten:

–    Im Elektroauto wird viel Platz für die Lithium-Ionen-Akkus benötigt, wodurch unter Umständen weniger Stauraum zur Verfügung steht. Achten Sie vor dem Kauf daher auf ausreichend Platz im Innenraum des Autos.
–    Stellen Sie vor dem Kauf eines Elektroautos sicher, dass auf Ihren Fahrtstrecken genügend Ladesäulen vorhanden sind. Und rechnen Sie auch mit Wartezeiten beim Laden. Ein Tipp: Manche größere Firmen bieten ihren Mitarbeitern firmeneigene Ladestationen auf speziellen Parkflächen. Prüfen Sie vorab diese Möglichkeit.
–  Bringen Sie vor dem Kauf Ihres Elektroautos zumindest auch eine Möglichkeit zur Reparatur in Erfahrung, damit Sie in jedem Fall einen Anlaufpunkt haben, wenn das Auto reparaturfällig wird.

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