Städte als Schlüssel zum Klimaschutz

Danfoss zeigt Lösungen zur CO2-Reduktion auf. Rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude. Es liegt also Nahe bei Energieeinparungen, Energieeffizienz oder auch CO2 Austoß dort anzusetzen. Im Rahmen der 23. Weltklimafonferenz im November in Bonn stellte der dänische Technologiekonzern Danfoss eine Strategie auf, wie sich die Erderwärmung auf unter 2 Grad begrenzen lässt.


Im November fand in Bonn die 23. Weltklimakonferenz statt. Diplomaten, Politiker und zivile Vertreter aus der ganzen Welt tagten auf der internationalen Veranstaltung der Vereinten Nationen (UN) zum Thema Klimawandel. Danfoss – der dänische Technologiekonzern für Regelungstechnik zeigte dabei in einer Grundsatzrede Wege auf, wie sich in den kommenden Jahren die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celsius begrenzen lässt.

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Rund 40 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs entfallen auf Gebäude. Daher bieten sie die größte kosteneffiziente Einsparungsmöglichkeit. Technologien wie Regelventile oder Heizkörperthermostate können bis zu 40 Prozent des Energieverbrauchs in Kühl- und Heizsystemen senken.

Nehmen die Treibhausgasemissionen nicht ab, wird die globale Erwärmung in den nächsten 30 Jahren weiter zunehmen. Dabei kann ein effizienteres Nutzen der Energie bereits 40 Prozent der Emissionsreduzierung liefern. Das ist erforderlich, um den Planeten auf Kurs des 2-Grad-Ziels zu halten. Dieses sieht vor, dass sich die Erde nicht um mehr als 2 Grad gegenüber dem Beginn der Industrialisierung erwärmt. Weitere 35 Prozent Emissionen lassen sich reduzieren, wenn erneuerbare Energien in Energiesysteme integriert werden. Danfoss wurde auf der Konferenz durch Anton Koller, Divisionspräsident für District Energy, vertreten. Als einer der Hauptreferenten sprach Koller darüber, wie Fernwärme-Infrastrukturen mit drei kostengünstigen Wegen einen erheblichen Beitrag zur Senkung der CO2-Emissionen leisten können. Dazu muss der Energieverbrauch in Gebäuden, beim Betrieb von Elektromotoren und dem Verbinden von intelligenten Energiesystemen mit Fernwärme/-kälte reduziert werden.

Besonders entscheidend sind die Städte

Besonders entscheidend ist dies in Städten – dort muss der Kampf um eine nachhaltige Entwicklung gewonnen werden. Städte machen schließlich 60 bis 80 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs und 75 Prozent der CO2-Emissionen aus. Mit dem massiven Wachstum der Anzahl neuer städtischer Bewohner wird der Druck auf das Klima weiter zunehmen. Ungefähr 200.000 von ihnen ziehen täglich in Städte um. Sie sollen bis 2050 gut zwei Drittel aller Menschen beherbergen. „Städte sind der Schlüssel zur Schaffung eines ökologischen Übergangs, bei dem wir die Energieeffizienz nutzen und immer mehr erneuerbare Energien integrieren“, sagt Anton Koller von Danfoss.

 

Städte machen 60 bis 80 Prozent des
weltweiten Energieverbrauchs und
75 Prozent der CO2-Emissionen aus

 

Derzeit machen Gebäude fast 40 Prozent des weltweiten Energieverbauchs aus. Damit bieten sie die größte kosteneffiziente Möglichkeit für Einsparungen. Fortschrittliche Technologien wie z.B. Regelventile, Heizkörperthermostate oder Frequenzumrichter, können bis zu 40 Prozent der in Kühl- und Heizsystemen verbrauchten Energie senken. Aber auch Elektromotorsysteme bergen Potential. Sie verbrauchen weltweit über 50 Prozent des Stroms in privaten Anwendungen und industriellen Prozessen. Der Einsatz von drehzahlvariablen Antrieben und anderen Effizienzmaßnahmen könnte den Energieverbrauch allein in industriellen Motorsystemen um bis zu 40 Prozent reduzieren, den globalen Stromverbrauch um 8 Prozent.

Intelligent vernetzte Energiesysteme

Fernwärme- und Fernkältesysteme ermöglichen es, Gebäude, Industrie und Energiesysteme intelligent miteinander zu verbinden. „Dies erfordert eine starke Zusammenarbeit auf globaler, nationaler und regionaler Ebene sowie zwischen Städten, Politikern und Unternehmen“, ist Anton Koller überzeugt. Eine breite Anwendung im Verbund mit Energieeffizienzmaßnahmen könnte bis 2050 mit bis zu 58 Prozent der im Energiesektor nötigen Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen. Zum Beispiel durch Rückgewinnung von überschüssiger Wärme aus Industrieprozessen oder Kraftwerken. So nutzt die chinesische Stadt Benxi bereits die überschüssige Wärme ihrer lokalen Stahlwerke, um mit einer Fernwärmelösung den jährlichen Kohleverbrauch um 198.000 Tonnen zu reduzieren.

Das Ergebnis ist saubere Luft für die Bevölkerung in der nordostchinesischen Stadt und deutlich geringere Energiekosten.

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