Windgas – aus Strom wird Gas

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Wir alle kennen Erdgas. Wir alle kennen Butan- und Propan-, also flüssiges Gas. Doch was hat es mit Windgas auf sich? Windgas ist ein aus überschüssiger Windenergie gewonnenes flüssiges Gas, das langfristig unsere Energieversorgung sichern soll, denn es wandelt Strom mittels Elektrolyse in das Speichermedium Gas um. Alle Probleme der erneuerbaren Energien können so auf einen Schlag gelöst werden, denn flüssiges Gas ist das perfekte Medium um die im Überfluss vorhandene jedoch sehr volatile Windenergie zu speichern.

Greenpeace Energy bietet nun als erster Energieversorger einen Gastarif, der die innovative Windgas-Technologie fördert.

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Das Windgas-Konzept beruht auf der Nutzung überschüssiger erneuerbarer Energien, die ansonsten ungenützt verloren gingen.

Gas wird erneuerbar

Windgas ist ein ökologisch besonders wertvolles erneuerbares Gas zum Kochen, Heizen, Backen und Strom erzeugen. Es wird ausschließlich mit Hilfe von Windstrom aus reinem Wasser gewonnen – und zwar im Prinzip immer dann, wenn so viel Wind weht, dass der Strom aus Windkraftanlagen nicht mehr ins Stromnetz passt oder am Markt keine Abnehmer findet.

Die Idee ist so einfach wie bahnbrechend: Windstrom wird zu Windgas und damit speicherbar. Das heißt konkret, der Ökostrom – vor allem Windstrom – wird genutzt, um durch ein Elektrolyseverfahren aus Wasser Wasserstoff zu gewinnen. Dieser Wasserstoff kann schon jetzt als kostbarer Energieträger ins reguläre Gasnetz eingespeist werden. Dort lässt sich das Gas wie gewohnt speichern, transportieren und nutzen.

Windgas hält das Stromnetz beim Ausbau der Erneuerbaren stabil

Elektrolyseure, die Schlüsselkomponente der Windgas-Technologie, können bereits heute bei der Einspeisung schwankender Mengen an Wind- und Sonnenenergie das Stromnetz stabil halten. Auf diese Weise werden Atom und Kohle durch Wind und Sonne ersetzt und gleichzeitig Versorgungssicherheit gewährleistet.

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Bei Windgas wird überschüssige Windenergie mittels Elektrolyse in flüssiges Gas umgewandelt.

Windgas erschließt das vorhandene Gasnetz als mittelfristig notwendigen Langzeitspeicher mit immenser Kapazität für erneuerbare Energien und verbindet Gas- und Elektrizitätsnetze zu einer integrierten Gesamtlösung. Das ermöglicht eine Energieversorgung aus 100 Prozent regenerativen Quellen – auch bei bewölktem Himmel und Windflaute. Der perfekte Speicher für erneuerbare Energien.

Windgas ist Gas, das aus erneuerbaren Energien – insbesondere Windkraft – und Wasser erzeugt wird. Langfristig kann erneuerbares Windgas fossiles Erdgas so ersetzen.

Der erste Tarif zur Förderung der Windgas-Technologie

Mit proWindgas bietet Greenpeace Energy als erster Energieversorger einen Gastarif, der die innovative Windgas-Technologie fördert. Das ist eine wichtige Weichenstellung für den Umbau unserer Energielandschaft. Durch Ihren Wechsel zu proWindgas können Sie diese Innovation für die Energieversorgung der Zukunft schon heute fördern – ganz einfach beim Heizen oder Kochen.

Vorerst beginnt die Belieferung mit Erdgas. Ziel ist die Einspeisung von Windgas ins Gasnetz, das nach und nach beigemischt werden soll.

Wieso Erdgas die Brücke auf dem Weg zu einer Versorgung aus 100 % erneuerbaren Energien ist. Lesen Sie mehr auf der Greenpeace Seite >>

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Comments

  1. Das ist natürlich wieder einmal alles Humbug, wie das meiste, was uns offizielle Stellen erzählen: Wasserstoff war ein wichtiger Bestandteil des veralteten Stadtgases, das man nicht umsonst abgeschafft hat. Er hat einen miesen Heizwert, diffundiert durch fast alles hindurch und lässt sich nicht vernünftig in Verbrennungsmotoren nutzen. Man experimentiert seit Jahrzehnten mit Wasserstoff als Speicher für Strom aus volatilen Quellen – mehr oder weniger ohne brauchbare Ergebnisse.
    Richtiges Windgas ist genau das gleiche wie Erdgas, nämlich Methan. Hier wird mit überschüssigem Strom aus volatilen Quellen auch zunächst Wasserstoff hergestellt. Dieser wird dann jedoch in einem Verfahren namens Sabatier-Prozess mit Kohlendioxid zu Methan verarbeitet. Diese Methan kann man ganz genauso verwenden wie Erdgas, weil es ja nichts anderes ist: Man kann es im Erdgasnetz speichern und dann zum Heizen , Kochen, Autofahren oder zur Rückverstromung verwenden.
    Es ist eine Unverschämtheit, uns immer wider diesen popeligen Wasserstoff, der absolut nichts taugt, als Windgas andrehen zu wollen.
    Fokko.

  2. sebastian says:

    Anders als im Artikel steht, handelt es sich bei sog. Windgas nicht um flüssiges Gas.
    Als Windgas, auch als EE-Gas oder Power to Gas bekannt, bezeichnen die Erzeuger je nach Anlage aus überschüssigen Windstrom erzeugten Wasserstoff oder Methan.
    Beides ist gasformig weshalb man den Vorteil hat, dass man die bestehende Infrastruktur des Erdgasnetzes nutzen kann (bei Methan uneingeschränkt, während Wasserstoff nur zu kleinen Volumenanteilen beigemischt werden darf).

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